Autor Thema: 95 Jahre Bahnbetriebswerk  (Gelesen 2292 mal)

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Offline Norbert61

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95 Jahre Bahnbetriebswerk
« am: 16. März 2014, 20:22:03 »
Und im Jahre 2019 wird dann im Reppister Kulturhaus zum 100jährigen Jubiläum angestoßen.

Aus der Geschichte des Bahnbetriebswerkes

Der 01. März 1919 gilt als Gründungstag des Bahnbetriebswerkes Senftenberg

Der Bahnhof Senftenberg war im Jahre 1912 Sammelbahnhof für den größten Teil der  Kohlenbeförderung im Niederlausitzer Kohlenrevier. Neben den bereits vorhandenen Gruben und Brikettfabriken kamen im Einzugsbereich ständig  neue hinzu. Aus dieser Entwicklung heraus und seiner zunehmenden Bedeutung wurde kurz vor dem 1. Weltkrieg ein umfassender Um - und Neubau beschlossen, der bis Ende 1927 andauern sollte. Der alte  Lokschuppen und die Werkstattanlagen die gegenüber der  Halleschen Pfännerschaft lagen  wurden für den ständig wachsenden Verkehr zu klein.
Im Jahre 1913 waren die Planungen  für den Bau eines neuen leistungsfähigen Güterbahnhofs abgeschlossen. Sie beinhalteten auch den Bau eines neuen Empfangsgebäudes in der Güterbahnhofstraße, sowie die Errichtung einer neuen Schuppen – und Werkstattanlage. Als Bauplatz für das neue Bahnbetriebswerk wurde die im Osten des Bahnhofs gelegene Gemarkung Reppist  gewählt Im Jahre 1914 begannen die ersten Bauarbeiten. Es wurde mit einer Bauzeit von 5 Jahren und  einem Kostenvolumen von 6-7 Millionen Reichsmark gerechnet, die aber durch  den Ausbruch  des ersten Weltkrieges nicht eingehalten werden konnte. Durch die Umbaumaßnahmen erreichte man eine enorme Erweiterung der Gleisanlagen. Weiterhin wurde der komplette Bahnhof auf seine jetzige Höhenlage aufgeschüttet. Auch die weiterführenden Strecken nach Kamenz, Ruhland und Finsterwalde wurden höher gelegt und die Straßenübergänge mit Brücken versehen. Dadurch konnte das leidige Problem der vielen Schrankenüberwege im Senftenberger Stadtgebiet beseitigt werden. Bereits im Frühjahr des Jahres 1914 wurde mit dem Bau des neuen Bahnbetriebswerkes begonnen. Durch die Arbeit der Herren Geheimrat Illner der Reichsbahndirektion Halle Dezernat 21 - und Oberbaurat Tenow, Amtsvorstand des Maschinenamtes Cottbus kam der Bau zustande. Es entstanden ein halbkreisförmiger Lokschuppen mit 20 Ständen, ein Verwaltung – und Werkstattgebäude, sowie mehrere Zusatzeinrichtungen wie z.B. die Drehscheibe und der Wasserturm. Im Jahre 1915 entstand, östlich vom Lokschuppen in 15 m Entfernung das dreistöckige, mit großen Kellerräumen versehende Dienst – und Aufenthaltsgebäude Am 01 Februar 1919 übernahm der Betriebswerkmeister Uhlmann aus Falkenberg die Dienststelle in Reppist. Der 01. März 1919 gilt als Gründungstag des Bahnbetriebswerkes Senftenberg als selbständige Dienststelle. Im Januar 1920 konnte dann endgültig von der alten zur neuen Betriebswerkstatt übergesiedelt werden Die neue Wagenreparaturwerkstatt wurde erst im Jahre 1921 als letzte fertig gestellt. Jetzt fanden auch die Wagenschlosser ihre neuen Arbeit – und Aufenthaltsräume in Reppist.

Offline Frank66

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Antw:95 Jahre Bahnbetriebswerk
« Antwort #1 am: 15. August 2017, 10:31:51 »
Das Hauptgebäude vom Bahnbetriebswerk wurde abgerissen. Auf Google-Earth sieht man nur noch einen Schutthaufen und den Abrissbagger.