Autor Thema: Brände in Reppist  (Gelesen 4138 mal)

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Offline Frank66

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Brände in Reppist
« am: 21. Dezember 2011, 16:15:20 »
Bestimmt könnt ihr euch noch daran erinnern, wie die beiden Scheunen in Reppist abgebrannt sind. Auch das Ödland außerhalb des Dorfes zwischen dem Karnickelberg und der Kohlebahnbrücke hat ab und zu gebrannt. Ebenso die große Wiese zwischen Mittelstraße und Schulstraße.

Als ich Kind war, hat mir eine alte Reppisterin erzählt, das es in der Nähe der Aschekippe, welche gegenüber dem Rangierbahnhof lag, tagelang unterirdisch gebrannt haben soll. Angeblich ist da auch ein Kind eingebrochen und hatte sich in der Glut schwer verletzt. Habe mich immer gefragt, was denn da unter der Erdoberfläche gebrannt haben soll. In den Messtischblättern aus den Jahren 1904, 1912, 1920 und 1935 ist in diesem Bereich ein versumpftes Gebiet eingezeichnet. Jemand hat mir auch erzählt, das vor etwa 100 Jahren die Brikettfabrik Zetkin ihre Kohletrübe in dieses Gebiet geleitet hatte. Demzufolge müsste dieses sumpfige Gebiet aus Kohlenstaub-schlamm bestanden haben.
« Letzte Änderung: 10. Januar 2012, 21:13:35 von Frank66 »

Offline Siegfried

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Antw:Brände in Reppist
« Antwort #1 am: 21. Dezember 2011, 18:15:05 »
dieses eine Kind war ich " Siegfried ",es war im Jahr 1950 im März.Der Kohlestaub lag in verschiedenen Ecken über 1m hoch, er wurde nur mit weissen Sand zugedeckt und als Kinder sind wir ja auch in jeder Ecke gewesen . Mich hat die Frau Hauswirth aus der Mittelstr. 4 das Leben gerettet. Mein Bruder hatte sich nur den Grossen Zeh verbrannt .Meine verbrannten Füsse machen Heute noch Ärger . Ich muss sehr vorsichtig sein beim Schuhe kaufen. Die Haut ist dünner als Pergamentpapier.       Ein Jahr später oder noch im gleichen Jahr ( so genau weiss ich es nicht mehr ) hat sich die Bärbel Schwabe aus der Werkstr.5 auch beide Füsse verbrannt .Die Feuerwehr war fast jeden Tag im Einsatz.

Offline Siegfried

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Antw:Brände in Reppist
« Antwort #2 am: 21. Dezember 2011, 18:29:41 »
Hy, Siegfried noch mal., es gab 3 oder 5 Brunnen in dieser Gegend und von  dort wurde das Wasser zur Aufbewarungsstelle gepumpt damit immer genug Wasser vorhanden war wen es gebrand hat und das war die Woche bestimmt einmal. Somit war die Oberfläche immer trocken .Hinter dem Fabrikgelände waren Gärten und zwischen den Gärten und der Kohlenhalde haben wir immer nach Munition gesucht und zum Teil auch mit in die Schule genommen um zu tauschen .Aber am meisten haben wir auf der Höhe 304 gesucht und aus den Übungsbomben sind von uns die Vossvorstäbe ausgebaut worden. Abends haben wir die Stäbe auf die Strasse geschmissen und haben uns gefreud wenn alles so schön erleuchtet war . An die Folgen hat keiner der Kinder gedacht.

Offline Frank

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Antw:Brände in Reppist
« Antwort #3 am: 22. Dezember 2011, 13:27:38 »
Bestimmt könnt ihr euch noch daran erinnern, wie die beiden Scheunen in Reppist abgebrannt sind.

Ich kann mich daran erinnern, dass Mitte der 70er Jahre die Scheune in der Feldstraße (ganz oben) abgebrannt ist. Ich glaube, das war sogar in der Sylvesternacht und es hieß, es wäre eine Feuerwerksrakete in die Scheune geflogen und hätte sie in Brand gesetzt.

An den Brand der anderen Scheune kann ich mich nicht erinnern.

Offline Frank66

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Antw:Brände in Reppist
« Antwort #4 am: 22. Dezember 2011, 15:03:30 »
Laut Reppister Chronik brannte die erste Scheune am 28. September 1974 ab. Kinder sollen da mit Feuer gespielt haben. Die zweite Scheune brannte im Oktober 1979 ab.

Offline Frank

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Antw:Brände in Reppist
« Antwort #5 am: 10. Januar 2012, 19:14:42 »
... Als ich Kind war, hat mir eine alte Reppisterin erzählt, das es in der Nähe der Aschekippe, welche gegenüber dem Rangierbahnhof lag, tagelang unterirdisch gebrannt haben soll. ...

Meinst Du die Stelle zwischen Spremberger Straße und den Reichsbahnhäusern? Also gegenüber dem Ambulatorium?


Offline Frank66

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Antw:Brände in Reppist
« Antwort #6 am: 10. Januar 2012, 19:25:20 »
Diese Stelle meinte ich nicht. Wenn man die Eisenbahnstraße in Richtung Senftenberg entlangging, kam man an einer Müllkippe vorbei, welche rechts vom Weg lag. Links waren die Gleise. Nach der Müllkippe kam eine schwarze Fläche, die nur wenig mit Gras und Sträuchern bewachsen war und nach Regen sehr morastig gewesen ist. Da muss es wohl ab und zu gebrannt haben.

Offline Siegfried

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Antw:Brände in Reppist
« Antwort #7 am: 10. Januar 2012, 19:35:13 »
nein Frank 66 , es war laut Karte zwischen der Senftenberger Str.  Richtung Aschenhalde in der Nähe von 111,2 Höhenangabe auf dem gelbmarkierten Feld hinter der Fabrik Matador

Offline Frank

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« Antwort #8 am: 10. Januar 2012, 19:44:42 »
Diese Stelle meinte ich nicht. Wenn man die Eisenbahnstraße in Richtung Senftenberg entlangging, kam man an einer Müllkippe vorbei, welche rechts vom Weg lag. Links waren die Gleise. Nach der Müllkippe kam eine schwarze Fläche, die nur wenig mit Gras und Sträuchern bewachsen war und nach Regen sehr morastig gewesen ist. Da muss es wohl ab und zu gebrannt haben.

Sorry, aber an diese Müllkippe habe ich im Moment gar keine Erinnerung mehr, da ist überhaupt kein inneres Bild mehr vorhanden.
Kann mir auch nicht vorstellen, wie die Kohletrübe von Zetkin dorthin gelangen sollte. Eine Rohrleitung gab es m. E. nicht. Aber vielleicht wurde das ja mit der Anschlussbahn gemacht?

An der Stelle, wo in der Karte "Aschenhalde" steht (nördlich des Weinbergsweges 6), war auf jeden Fall ein ständig schwelendes Feuer. Dorthin wurden WIMRE auch irgendwelche Kohlerückstände gepumpt, aber meiner Meinung nach nicht von Zetkin, sondern von "Morgenrot". Ich kann mich aber bezüglich der Fabrik irren. Aber auf jeden Fall sehe ich noch Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr dort im Einsatz, mit Feuerwehrhelm und allem, und uns als Kinder kam diese qualmende, stinkende Fläche vor wie der Vorhof zur Hölle. Überall waren Glutnester unter der Oberfläche. Man hat nichts davon gesehen, aber wenn man einen Stein reinwarf, loderte plötzlich eine Stichflamme auf ...

Ich würde auch vermuten, dass Siegfried mit der Antwort #1 eher diese Stelle meinte.
« Letzte Änderung: 11. Januar 2012, 11:48:54 von Frank »

Offline Frank

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Antw:Brände in Reppist
« Antwort #9 am: 10. Januar 2012, 19:48:11 »
Sorry, Siegfried, unsere Antworten haben sich überschnitten ...

Jetzt haben wir schon 3 verschiedene Stellen für die Brände.  ;)

Offline Frank66

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Antw:Brände in Reppist
« Antwort #10 am: 10. Januar 2012, 20:10:31 »
Wenn die Fabrik Zetkin wirklich dorthin ihre Kohletrübe geleitet hatte, dann war das wahrschein- lich vor 80 Jahren, also nicht mehr zu unserer Zeit. Bezüglich der Fabrik hast du dich nicht geirrt. Die Halde gehörte zu Morgenrot.

Offline Siegfried

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« Antwort #11 am: 10. Januar 2012, 20:34:15 »
noch eine kleine Info , der Kohlenstub von der Brikettfabrik ( Mari 1 ) wurde früher nicht durch die Rohre geleitet sondern kam auf Loren über ein Abstellkleis dahin. Bevor der Kohlendreck auf die Loren kam wurde er noch einmal durch gesiebt und die Stücken kamen in Säcke , diese wiederum sind an der Schule , Kindergarten , Gemeindehaus , Waschkaue und verschiedene Büros verteilt worden und nur der Rest wurde da hinten wieder von den Loren runter geschaufelt und mit Sand zu gedeckt.Da lagen auch die Bunten Glasklumpen herum und so kam es immer wieder zu Bränden.

Offline Siegfried

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Antw:Brände in Reppist
« Antwort #12 am: 10. Januar 2012, 20:39:44 »
noch eine kleine Info , der Kohlenstub von der Brikettfabrik ( Mari 1 ) wurde früher nicht durch die Rohre geleitet sondern kam auf Loren über ein Abstellkleis dahin. Bevor der Kohlendreck auf die Loren kam wurde er noch einmal durch gesiebt und die Stücken kamen in Säcke , diese wiederum sind an der Schule , Kindergarten , Gemeindehaus , Waschkaue und verschiedene Büros verteilt worden und nur der Rest wurde da hinten wieder von den Loren runter geschaufelt und mit Sand zu gedeckt.Da lagen auch die Bunten Glasklumpen herum und so kam es immer wieder zu Bränden.
Es war bis in den 60 Jahren so , wie es später war weiss ich nicht.